Stand der Dinge

Es war viel los seit dem letzten Posting.

Ich war z.B. bei Winter in Iserlohn, genauer, am Do, 2.3., per Bahn nach Solingen zu Freunden, am Fr, 10 – 14 Uhr bei Winter, am So, 5.3., zurück nach Hause. Rein kräftemäßig erschien es mir grenzwertig – es reicht zum aufrechten Gang, was mehr erfordert braucht Planung, z.B. den kleinen Rucksack nach oben ins Gepäcknetz zu bekommen.

Mein Coach im Winter-Institut war Herr Hoffs, für mich eine große Bereicherung. Er kann aus dem Herzen begleiten. Die erste Hälfte der Zeit diente dem Rück- und Ausblick. Es gibt schon einiges zu erzählen aus 81 Jahren. Die zweite Hälfte umfasste eine Trance-Reise, zuerst zum jüngsten Ereignis, wo ich mich erinnere an diese Atonie – entleert von jeglichem Tonus –, von da zu ähnlichen Situationen in der Schulzeit, dieses Gefühl von „alles völlig vergeblich“ vor einer Mathe-, oder Griechisch-Klassenarbeit – „wenn ich wenigstens etwas von den Nachbarn abgucken kann, kriege ich bestenfalls ein Fünf; zur Versetzung bräuchte ich eine Drei“. Von da ging es zur Geburt, 36 Stunden, Nabelschnur um den Hals, dem Tod näher als dem Leben. Da konnte ich dem Erlebenden mit einem kräftigen Reikistrahl ins Freie helfen.

Der Neugeborene hatte in der 1. Woche einen Ikterus, Für seine Mutter, ‚staatlich geprüfte Krankenschwester‘, und ihre Unterstützerinnen im Krankenhaus kein Problem: saubere Routine. Für den Neugeborenen der Horror: völlige Beziehungslosigkeit, kalte Finger ohne Kontakt, eine Mutter ohne Milch in der Brust; eine Idee, die wieder hochkam „ich wollte unter Menschen geboren werde und bin unter Robotern rausgekommen – ich hab was Grundsätzliches falsch gemacht“. Da wollte ich ihm wieder Reiki zur Unterstützung schicken. Aber dieser Jans sprang mich förmlich an, sinngemäß: „Keine kleinen Tröstungen – ich muss da mein Leben lang durch – bis ich schließlich mit 81 merke, dass es auch anders gehen könnte“. Ich war völlig baff und hab mich zurückgezogen. – Zuletzt zeigte sich in heller, klarer Form die Bauchspeicheldrüse.

In den Tagen drauf lernte ich, noch direkter mit Hermann umzugehen: Wenn sich jetzt diese Spannung auf dem Wirbel zwischen den Schulterblättern hochzieht, reicht schon ein freundlicher Hinweis, und er kommt zurück in die warme Halle des Herzens. Hier steht er als, tja, Skulptur einer Flamme.

Ansonsten, was der Körper so macht, das ist eher nicht so ermunternd. Vermutlich werde ich eher wegen der Folgen aus übergroßer Gallenblase in größere Schwierigkeiten kommen, als wegen des Tumors in der Bauchspeicheldrüse. Mit dem bin ich in mentalem Kontakt und er ist nicht mehr am brodeln. Aber die Entzündung in der Leber durch den Gallenrückstau drückt auf die Lunge. Das nimmt den Atem, wenn ich mich bewege, extrem: die Treppe hoch muss – das führt zum Erstickungsanfall – sehr unangenehm. Daher ziehe ich ab heute ins Geästezimmer, neben dem Bad.

Und das Große und Ganze? Im grünen Bereich: außer Leber und Pankreas sind ja alle diese Ganzheiten, die dann den sichtbaren Jans bilden, ja durchaus freundlich, kooperativ und verhalten sich normal. Ich habe keine Schmerzen, wenn ich mich im Schlaf nicht gerade auf die Leber rolle. Ich wache morgens frohgemut auf und freue mich aufs Frühstück. Zwar kann ich nicht mehr zum Markt radeln (oder gar Bus fahren), aber ich kann noch zubereiten, was Ida mitgebracht hat, also lecker wie immer schon.

Mittwochs besucht mich Petra, diese geniale Ostheopatin, und hilft dem Zusammengezogenen sich wieder zu strecken und allem Übrigen wieder ins richtige Maß zu kommen. Dann bin ich für die nächsten Tage OK. – Und ich kann dieses Geschenk von ihr annehmen, das Thema ‚hingeben, anlehnen‘ läßt grüßen. Und dem komme ich damit auch immer näher. Ja, könnte es sein, dass ich auf die letzten Tage noch tiefgreifende Erkenntnisse für mein Leben finde – sollte mich freuen.

 

 

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